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bekannte Krankheiten

Die 10 häufigsten Hundekrankheiten im Überblick:

Befall von Ekto-Parasiten

Beißender Flohwalzer
Zu dieser Gruppe gehören Flöhe, Zecken und Milben. Sie leben auf der Körperoberfläche des Hundes, saugen sein Blut und können gefährliche Krankheiten übertragen.
Sobald die Temperaturen über acht Grad Celsius steigen, werden Zecken hungrig und aktiv. Vorsicht: Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sitzen sie weniger im Gebüsch als vielmehr im Gras.
Je früher man sie erwischt, desto besser. Tasten sie den Hund beim Streicheln ab. Bekannte übertragene Krankheiten: Borreliose und FSME.
Hunde kratzen sich routinemäßig. Wenn das Kratzen aber intensiver wird, liegt der Verdacht auf Flohbefall nahe. Im hellen, dünnen Fell in der Region des Bauchnabels lassen sich die Plagegeister und die durch sie verursachten Entzündungen und Hautirritationen am besten entdecken.
Vorsicht beim Zugriff: Flöhe können enorm hoch und weit springen (bis zu 50 cm) und sich bei ihrer Entdeckung in Sicherheit bringen. Flöhe übertragen gelegentlich Bandwürmer. Hilfsmittel und Prävention: Halsbänder, Pulver, Tabletten.
Aufgepasst: Flöhe auf dem Hund sind nur die Spitze des Eisbergs. Die Blutsauger kehren bei ihrem Wirt nur zu den Mahlzeiten ein. Den Rest der Zeit verbringen sie in seinem Lager. Darum ist bei Befall eine Desinfektion von Schlaf- und Ruheplätzen sowie Polstern besonders wichtig.
Die Milbe überträgt unter anderem Räude - eine Krankheit, die sich mit der Krätze beim Menschen vergleichen lässt. Zunächst dringt sie in die Hautschichten ein und legt dort ihre Eier ab. Schließlich schlüpfen die Larven und bohren sich in die Hautoberfläche.
Die Symptome sind Hautverletzungen, eiternde Stellen, Juckreiz und im Endstadium Haarausfall. Wird die hochgradig ansteckende Räude diagnostiziert, müssen auch die Umgebung des Hundes und mit ihm in Gemeinschaft lebende Hunde behandelt werden.
Die Behandlung der Räude ist kompliziert, denn äußerlich aufgetragene Mittel erreichen den Parasiten nicht richtig. Die innerlich anzuwendenden Medikamente sind recht giftig. Dennoch gibt es wirksame Mittel, um die Krankheit zu bekämpfen, insbesondere im Anfangsstadium.
Ohrmilben leben im äußeren Gehörgang und lösen durch ihren Befall extremen Juckreiz sowie heftiges Kopfschütteln aus.
Unbedingt zum Tierarzt - kann chronisch werden. Gefährdet sind Hunde mit Klapp- oder Schlappohren. Hier steht die Luft in den äußeren Gehörgängen und schafft so prima Milbenklima.

Wurmbefall (Endo-Parasiten):
Durch Auflecken von Wurmeiern oder -larven (Spul- und Hakenwürmer) aus der Umgebung, oder durch Fressen infizierter Zwischenwirte wie Mäuse oder Vögel (Bandwürmer), beziehungsweise Flöhe (Bandwürmer), können sich Hunde mit Endo-Parasiten infizieren. Ebenfalls möglich ist eine Ansteckung durch die Haut (perkutane Infektion)
Die gesundheitlichen Schäden, die Würmer bei Hunden anrichten können, reichen von der allgemeinen Schwächung des Tieres und seines Abwehrsystems bis hin zum Tod. Bei einigen Wurmarten besteht auch für Menschen Infektionsgefahr.
Nach der Infektion gelangen die Eier oder Larven in den Darm und entwickeln sich im Körper zum ausgewachsenen Wurm. Dabei wandern sie meist durch verschiedene Organe und können erhebliche Schäden anrichten.
Regelmäßige Untersuchung von Kotproben durch den Tierarzt lassen eine gezielte Behandlung zu und sind - auch wegen der Nebenwirkungen - den häufig empfohlenen prophylaktischen Wurmkuren vorzuziehen.
Bereits vor der Geburt können Hakenwurmlarven durch die Haut der Mutter eindringen (intrauterine und laktogene Infektion). Die ruhenden Larven (Dauerlarven) im Körpergewebe des Muttertieres werden erneut mobilisiert und erreichen über das Blut Gebärmutter und Milchdrüsen. Auf diese Weise infizieren Würmer die ungeborenen Welpen. Nach der Geburt nehmen die Jungtiere weitere Wurmlarven über die Milch auf (Spulwürmer).

Hautallergien:

Kratzbürsten:
Hautallergien werden durch Allergene ausgelöst. Der einschlägig disponierte Organismus reagiert darauf mehr oder weniger heftig mit einer Hautreaktion von begrenztem oder größerem Ausmaß.
Man unterscheidet zwischen Kontaktallergien, die dort entstehen, wo die Haut in direkten Kontakt mit den Allergenen gekommen ist, und den indirekten Allergien, die durch das Fressen einer allergenen Substanz hervorgerufen werden. In diesem Fall treten die Hautveränderungen symmetrisch auf. Hauptsymptom ist Juckreiz, wodurch sich das Tier dauernd kratzt und dadurch Komplikationen auslöst, etwa Wunden, eiternde Pusteln usw. Diese können dann bakterielle Infektionen nach sich ziehen.
Die Behandlung basiert auf Antihistaminen, Kortikoiden und komplizierten Therapien, begleitet von Breitbandantibiotika. Allergien sind eine schwer zu heilende Krankheit. Kommt der Hund mit denselben Allergenen wieder in Kontakt, kann der gesamte Krankheitsverlauf von vorne losgehen.
Shampoos zur Körperpflege des Tieres gehören zu den häufigsten Auslösern von Kontaktallergien. Bei der Ernährung lässt sich das Allergen im Allgemeinen durch Beobachtung identifizieren und bei der künftigen Diätausschliessen.

Ohrenentzündung (Otitis):
Die Otitis ist eine Entzündung des Ohrs an allen möglichen Stellen: Außen-, Mittel-und Innenohr. Hervorgerufen wird sie durch Bakterien, Pilze oder Parasiten. Sie kommt öfter vor bei Hunden mit grossen und hängenden Ohren, am häufigsten bei Spanielrassen.
Die Hauptsymptome sind strenger Geruch, Kopfschütteln, eitriges Sekret, heftiger Juckreiz, Schmerzen und ständiges Kratzen in der Ohrgegend.
Die Behandlung besteht im Allgemeinen aus Antibiotika sowie äußerlicher Behandlung durch tägliches Säubern der Ohren mit speziell dafür angebotenen Mitteln. Ausserdem sollte man verhindern, dass der Hund sich kratzt. Das ist eine Krankheit, die leicht chronisch werden kann.

Hüftgelenksdisplasie:
Große und schwere Rassen sind von der Hüftgelenksdisplasie am häufigsten betroffen. Verantwortungsvolle Züchter (z.B. VDH) schließen einschlägig belastete Linien und Tiere deshalb aus der Zucht aus und reduzieren so das Risiko, dass ihre Welpen einmal an dieser Erbkrankheit leiden.
Bei der degenerativen Krankheit springt der Hüftgelenkskopf aus der Gelenkpfanne und wird schliesslich zerstört. Bei der schweren Form hilft nur eine Operation, bei der eine Prothese eingesetzt und das Gelenk wiederhergestellt wird. Die OP kostet viel Geld.

Parvovirose:
Symptome dieser Viruskrankheit, die vor allem Welpen befällt, sind blutige Durchfälle, begleitet von Dehydrierung, Kraftlosigkeit und Erbrechen.
Der Parvovirus nistet sich im Darm des Hundes ein. Die Körpertemperatur beginnt im Anfangsstadium abzusinken. Abhängig von Alter und Zustand des Hunds und der Aggressivität des jeweiligen Virenstamms variiert der Schweregrad.
Die Behandlung erfolgt grundsätzlich durch den Tierarzt. Durchfallmittel, Vitamin K und vor allem eine starke Zugabe von Flüssigkeit durch Infusionen können sehr effektiv sein.
Präventiv sollte man seinen Hund dagegen impfen, beginnend im frühen Welpenalter.

Leptospirose:
Diese Infektionskrankheit befällt Hunde jeden Alters, aber am häufigsten Rüden. Sie äußert sich durch Fressunlust, Erbrechen und Fieber.
Im fortgeschrittenen Stadium kommen Bindehautentzündungen, Gelbsucht und Magen-Darm-Entzündungen hinzu. Durch die vermehrte Harnabgabe kann Leptospirose zu einer Nierenentzündung und anschließendem Nierenversagen führen. Deswegen ist eine schnelle Behandlung durch den Tierarzt wichtig.
Hoch dosierte Antibiotika, begleitet von einer unterstützenden Behandlung der Symptome, haben sich als Therapie bewährt. Es ist unbedingt zu empfehlen, seinen Hund gegen die Erreger impfen zu lassen. Allerdings deckt das Impfserum nur einen Teil der verschiedenen Bakterienstämme ab.

Ansteckende Leberentzündung:
Hepatitis ist für Mensch und Tier lebensgefährlich. Bei dieser auf Hunde spezialisierten Form (Hepatitis contagiosa canis H.C.C.) wird der Virus über Kot, Harn oder Nasensekret ausgeschieden und kann über Monate infektiös bleiben.
Denkt man an die Lust der Hunde auf die Hinterlassenschaften von anderen, so wird deutlich, dass der Virus einen für diese Tiere idealen Übertragungsweg gefunden hat.
Am Anfang der Infektion stehen Fieber, Appetitlosigkeit, Bewegungsunlust und gesteigerter Durst. Je nach Verlaufsform treten dann Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Ausfluß aus Nase und Augen auf. Die Leberschädigung kann aber auch Störungen in der Blutgerinnung verursachen, die zu Unterhautblutungen am Unterbauch führen kann.
Es können nur die Symptome behandelt werden, so dass eine frühe Grundimmunisierung und eine jährliche Auffrischimpfung wichtig sind. Der Impfstoff wird meist als Kombinationsimpfung (je nach Umfang der Kombination zwischen 60 und 100 Euro) verabreicht.

Leishmaniose:
Diese Krankheit wird durch Parasiten hervorgerufen, die durch den Stich der Sandmücke übertragen werden. Vor allem Hunde im Mittelmeerraum sind gefährdet. Der Verlauf der Erkrankung kann sich über Jahre hinziehen.
Das Tier magert ab, obwohl es normal frisst. Typische Symptome sind Hautprobleme, begleitet von Haarausfall, schuppiger Haut mit Krusten, Entzündungen und Geschwüren. Die Krallen wachsen übermäßig und werden brüchig. Die Nervenknoten verdicken sich. Dazu können Nasenbluten sowie Horn- oder Bindehautentzündungen kommen.
Eine vollständige Heilung ist häufig nicht möglich, daher beschränkt sich die Therapie vor allem auf die Stärkung der körpereigenen Abwehr durch Medikamente. Tierärzte raten, nach Möglichkeit Hunde im Urlaub nicht in Endemiegebiete mitzunehmen.

Tumore, Lipome:
Fast jeder zweite Hund erkrankt jenseits des zehnten Lebensjahres an Tumoren.
Gutartige Tumore, sogenannte Lipome, wachsen lokal und langsam, müssen aber auch umgehend entfernt werden, weil sie durch den Druck auf benachbarte Blutgefäße Probleme verursachen können.
Bösartige Tumore dringen in umliegendes Gewebe ein und breiten sich schnell über den Blutkreislauf auf andere Körperbereiche aus.
Tumore sind vielgestaltig. Durch Geschlechtshormone können sie am Gesäuge oder bei Rüden an der Prostata entstehen. Auch Chemikalien wie Pestizide oder Röntgenstrahlen können Tumore hervorrufen.
Manche Rassen sind besonders anfällig für bestimmte Tumorarten. So gibt es bei Boxern häufig Hauttumore, bei Deutschen Schäferhunden eher Milztumore und große Rassen neigen zu Knochentumoren.
Hauptsymptome sind ungewöhnliche Schwellungen, die nicht zurückgehen oder weiter wachsen. Aber auch Gewichtsverlust, ungewöhnlich großer oder geringer Appetit, Bewegungsunlust oder Atembeschwerden können auf Tumore hinweisen.
Ist der Tumor noch örtlich begrenzt, kann das angefallene Gewebe oft operativ entfernt werden. Hat er bereits gestreut, stehen verschiedene, der Humanmedizin entsprechende Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Impfungen für den Hund

Grundimmunisierung:
beim Welpen:
Impfen gegen:
-6. - 8. Lebenswoche: Parvovirose, Leptospirose, Zwingerhusten-Komplex, Hepaptitis, Staupe
-12. Lebenswoche: Parvovirose, Leptospirose, Zwingerhusten-Komplex, Hepaptitis, Staupe und Tollwut
-16. Lebenswoche: Parvovirose, Zwingerhusten-Komplex, Hepaptitis, Staupe und Tollwut
-15. Lebensmonat: Parvovirose, Leptospirose, Zwingerhusten-Komplex, Hepaptitis, Staupe

Auffrischimpfung:
je nach Hersteller jährlich; Tollwut alle 2-3 Jahre

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Die 10 häufigsten Katzenkrankheiten im Überblick

Katzenschnupfen
Herpesinfektion der Atemwege:
Dies ist eine ansteckende, in schweren Fällen sogar lebensbedrohliche Infektionskrankheit, die durch Viren wie Herpes entsteht. Betroffen sind vor allem Jungtiere, aber auch erwachsene Katzen, die nicht geimpft sind, können sich anstecken. Bei ihnen verläuft die Erkrankung meist schleppend und wird häufig chronisch. Für den Menschen besteht keine Gefahr.
Prävention: Grundimmunisierung in der 8. und 12. Lebenswoche, anschließend jährliche Auffrischung
Symptome: Nasenausfluss, verklebte Augen, Tränenfluss, Fieber, Appetitlosigkeit
Krankheitsverlauf: Das Tier hat eitrigen Ausfluss aus Augen und Nase sowie blutige Geschwüre (Nase, Zunge, Rachen, Zahnfleisch). Es besteht Ähnlichkeit mit der bakteriellen Chlamydien-Infektion, die meist harmloser verläuft und die effektiv mit Antibiotika behandelt werden kann.
Übertragung: Über Tröpfchen (Husten, Niesen) und Nasensekret. Auch scheinbar gesunde Tiere können den Virus in sich tragen und über Jahre hinweg Überträger sein.
Inkubationszeit: 1-4 Tage
Therapie: Antibiotika

Katzenseuche:
Parvovirus-Infektion, infektiöse Panleukopenie
Die Katzenseuche oder auch Katzenstaupe ist eine hochgradig ansteckende Viruskrankheit. Der Erreger ist extrem widerstandsfähig und bleibt oft jahrelang aktiv. Der Virus schädigt die weißen Blutkörperchen und vermindert die Abwehrkräfte.
Prävention: Grundimmunisierung in der 8. und 12. Lebenswoche, anschließend Auffrischung alle 1-3 Jahre. Es gibt ein Kombipräparat mit dem das Tier auch gegen Katzenschnupfen geimpft wird.
Symptome: Erbrechen, hohes Fieber, Appetitlosigkeit, Bewegungsunlust
Krankheitsverlauf: Die Katze hat wässrig-blutigen Durchfall und Erbrechen, verliert viel Flüssigkeit und hat starken Durst, ist aber oft schon zu schwach zum Trinken. Bei akutem Verlauf magert sie schnell ab und die Kräfte schwinden. Durch die Austrocknung wird ihre Haut faltig und ihr Fell struppig.
Übertragung: Sie erfolgt durch direkten und indirekten Kontakt (zum Beispiel über gemeinsame Futterschüsseln). Weil der Virus auch über Schuhe oder die Kleidung in die Wohnung getragen werden kann, sind auch Katzen ohne Auslauf gefährdet.
Inkubationszeit: 4-12 Tage
Therapie: Tierarzt! Infusionen sollen vor Austrocknung schützen. Um bakterielle Infektionen zu vermeiden ist der Einsatz von Antibiotika sinnvoll. Mittlerweile haben betroffene Tiere durch die Behandlung mit Interferonen und Serum-Antikörpern gute Überlebenschancen. Strenge Hygiene ist wichtig, da der Virus bis zu sechs Wochen überlebensfähig ist und ausgeschieden wird. Die Behandlung sollte möglichst im frühen Stadium erfolgen.

Endoparasiten:
Spul- und Bandwürmer
Spulwürmer:
Dies sind fünf bis zehn Zentimeter lange, spaghettiförmige Parasiten, die im Dünndarm leben. Sie können auch den Menschen befallen.
Prävention: Jährliche Entwurmungspaste. Der Schutz ist vor allem für Freigänger wichtig und wenn Kleinkinder im Haus sind.
Symptome: Das Tier hat ein struppiges Fell, magert ab, leidet an Durchfall, Erbrechen und Appetitverlust.
Diagnose: Sie erfolgt durch einen Nachweis des Parasiten im Kot.
Übertragung: Katzen infizieren sich durch Beutetiere oder infizierten Kot, häufig auch über die Muttermilch.
Therapie: Wurmkur

Bandwürmer:
Hierzu gehören der Katzenbandwurm, der Hundebandwurm und, seltener, der auch für den Menschen gefährliche Fuchsbandwurm.
Prävention: Jährliche Entwurmungspaste. Der Schutz ist vor allem für Freigänger wichtig und wenn Kleinkinder im Haus sind.
Symptome: Das Tier magert ab, leidet an Appetitlosigkeit und Durchfall
Diagnose: Sie erfolgt über den Nachweis des Bandwurms im Kot der Katze oder im Fell um den After.
Übertragung: Über das Fressen von Mäusen und Ratten.
Therapie: Wurmkur

Ektoparasiten:
Flöhe und Milben
Prävention: Spot-on-Präparate für Freigänger

Flöhe:
Die Flöhe legen ihre Eier in warmer Umgebung ab, zum Beispiel im Fell der Katze. Sie fallen dann auf den Schlafplatz und die Larven verstecken sich im Teppichboden. Nach Verpuppung suchen sie sich einen Wirt, auch Menschen. Ein von Flöhen befallenes Tier kratzt sich ständig.
Prävention: Mithilfe von Spot-on-Präparaten für Freigänger.
Symptome: Es finden sich braune oder schwärzliche Kot-Körnchen im Rückenfell.
Therapie: Das gesamte Umfeld des Tiers muss gründlich gereinigt und anschließend ein Flohmittel (erhältlich im Zoofachhandel oder beim Tierarzt) angewendet werden.

Zecken:
Katzen mit Freilauf sollten regelmäßig auf Zeckenbefall untersucht werden. Vorhandene Zecken werden entweder mit der Hand oder mit der Zeckenzange herausgezogen. Sie sollten hierbei niemals Öl oder Nagellack verwenden!
Prävention: Mithilfe von Spot-on-Präparaten für Freigänger. Entsprechende Mittel (am besten mit Kombis gegen Zecken und Flöhe) erhalten Sie beim Tierarzt.

Ohrmilben:
Die Ausscheidungen der Milben jucken und durch das ständige Kratzen kommt es zu Entzündungen im Gehörgang.
Prävention: Mithilfe von Spot-on-Präparaten für Freigänger.
Symptome: Kopfschütteln und Kratzen am Ohr. Die Ohren sollten vom Tierarzt gesäubert und behandelt werden. Sie sollten keine Wattestäbchen verwenden, da dann Verletzungsgefahr besteht.

Räudemilben:
Diese werden von Katze zu Katze übertragen.
Prävention: Mithilfe von Spot-on-Präparaten für Freigänger.
Symptome: Das Tier kratzt sich dauernd, hat schuppige, oft verkrustete und häufig blutig gekratzte Stellen am Kopf, an den Ohren und an den Pfoten.
Therapie: Die befallenen Stellen müssen mit insektiziden Mitteln betupft werden. Wenn der ganze Körper betroffen ist, verordnet der Tierarzt Spot-on Präparate.

Chronische Niereninsuffizienz (CNI)

Gefahr für ältere Katzen...
Die chronische Niereninsuffizienz ist eine der häufigsten Todesursachen bei älteren Katzen. Es handelt sich um eine unheilbare, fortschreitende Krankheit, die durch allmähliche Abnahme der Nierenfunktion (Insuffizienz) gekennzeichnet ist.
Symptome: Die Katze leidet an Appetitlosigkeit, trinkt vermehrt und uriniert mehr, sie leidet an Abgeschlagenheit, Erbrechen, Gewichtsverlust und einem süßlichen Geruch aus dem Mund, ihr Fell ist stumpf.
Therapie: Hier wird eine Nierendiät angewendet, bei der der Protein- und Phosphatgehalt der Nahrung verringert werden. Auch Folgeerscheinungen, zum Beispiel Veränderungen des Wasser- und des Säure-Basen-Haushalt sowie ein eventueller Blutdruckanstieg, eine Blutarmut und Verdauungsstörungen müssen ebenfalls behandelt werden. Die CNI ist nicht heilbar, aber bei frühzeitiger Diagnose können der Krankheitsverlauf verlangsamt, die Lebensqualität verbessert und die Lebenserwartung erhöht werden. Informieren Sie sich auch über homöopathische Mittel zur zusätzlichen Unterstützung der Nierenfunktion.

Schilddrüsen-Überfunktion

Feline Hyperthyreose:
Zu Beginn einer Schilddrüsenüberfunktion sind die meisten Halter noch erfreut. Denn ihrer älteren Katze merkt man das Alter nicht an. Sie ist noch sehr lebhaft und bei bestem Appetit. Später jedoch nehmen die Tiere trotz guter Futteraufnahme stetig ab. Und es gesellen sich noch andere Probleme dazu: Während einige Katzen zunehmend erbrechen oder Durchfall zeigen, beginnen andere zu hecheln, bekommen ein stumpfes Haarkleid oder ein starkes Wachstum der Krallen. Spätestens bei einem oder mehreren dieser Symptome wird es höchste Zeit für einen Tierarztbesuch.
Symptome: Das Tier nimmt verstärk Nahrung auf, verliert aber trotzdem an Gewicht.
Nachweis: Dieser erfolgt durch eine Blutuntersuchung.
Therapie: Die Funktion der Schilddrüse lässt sich meist durch den Tierarzt regulieren. Medikamentell erfolgt dies mit Carbimazol/Thiamazol, wodurch die Hormonsynthese in den Schilddrüsenzellen blockiert wird. Das Medikament muss für den Rest des Lebens gegeben werden.
Auch eine operative Behandlung ist möglich. Dabei wird verändertes Schilddrüsengewebe entfernt. Es ist jedoch meist schwierig, das betroffene Gewebe vollständig zu entfernen.
Die optimalste und schonenste Therapie ist die Radiojodtherapie. Dabei wird der Katze eine bestimmte Menge radioaktives Jod-131 intravenös gespritzt, das dann von den Schilddrüsenzellen aufgenommen wird. Diese fungieren dann als Betastrahler und es kommt zum Absterben des Tumorgewebes.

Katzenleukämie:
Unbestimmtes Krankheitsbild
Diese Erkrankung hat einen chronischen, meist tödlichen Verlauf. Ausgelöst wird sie vom Felinen Leukämie-Virus (FeLV): Durch ihn bilden sich bei der Katze Tumore sowie Störungen der Blutzellbildung. Neben FIP (siehe Punkt 8) ist die Katzenleukämie die häufigste tödliche Infektionskrankheit.
Prävention: Impfen
Symptome: Sie sind völlig uncharakteristisch, das Tier kränkelt. Meist leidet es an Müdigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit, Abmagerung und Fieber.
Diagnose: Diese kann der Tierarzt nur anhand einer Blutprobe treffen. Das Krankheitsbild ist so unbestimmt, dass man der Krankheit nicht anders auf die Schliche kommt.
Krankheitsverlauf: Die Katze hat Abszesse, Magen-Darm-Probleme und Zahnfleischentzündungen. Teilweise bilden sich auch Tumore (bösartige Wucherungen an inneren Organen).
Übertragung: Sie erfolgt direkt durch Speichel und Ausscheidungen.
Inkubationszeit: Diese beträgt Monate bis Jahre, die Katze kann den Virus unentdeckt weitergeben.
Therapie: Eine Behandlung gegen den Virus ist nicht möglich Es ist einzig eine Stärkung der Abwehrkräfte und Behandlung der Symptome möglich.

Feline Infektiöse Peritonitis (FIP), Bauchfell-Entzündung

Meist tödlich:
Diese Erkrankung wird durch das FIP-Virus verursacht. Es gibt eine trockene und, in etwa der Hälfte der Fälle, feuchte Verlaufsform der Krankheit; bei Letzterer ist der Bauchraum mit einer fadenziehenden Flüssigkeit gefüllt. Die FIP hat einen chronischen Verlauf und endet meist tödlich: Sie ist für annähernd jeden achten Todesfall bei Katzen verantwortlich
Prävention: Grundimmunisierung in der 16-19. Lebenswoche. Dabei wird das Medikament nicht gespritzt, sondern in die Nase getröpfelt (intranasal). Dies wird jedoch nicht von allen Tierärzten empfohlen.
Diagnose: Sie ist nur mit einer Blut- oder Bauchsekretuntersuchung durch den Tierarzt möglich. Die Diagnose der trockenen Form ist schwieriger als bei der feuchten.
Krankheitsverlauf: Die Katze hat Fieber, leidet an Mattigkeit und Appetitlosigkeit. Es gibt aber auch beschwerdefreie Zwischenzeiten. Bei der feuchten Form hat das Tier außerdem Bauchwassersucht mit aufgeblähtem Körper und leidet an Abmagerung. Bei der trockenen Form kommt es zu einer Entzündung der inneren Organe (Nieren, Leber, Milz).
Übertragung: Sie erfolgt über den Speichel und den Kot infizierter Katzen, der Infektionsweg ist jedoch noch nicht gänzlich geklärt.
Inkubationszeit: Monate
Therapie: Lediglich die Symptome lassen sich behandeln, es gibt leider keine Aussicht auf Heilung.

Toxoplasmose:
Parasiten im Darm
Die Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch einzellige Parasiten (Toxoplasmen) hervorgerufen wird. Diese setzen sich im Darm fest und vermehren sich. ie Keime werden über den Kot ausgeschieden. Die Krankheit kann auch den Menschen befallen und ist vor allem für schwangere Frauen gefährlich: Die Ansteckung kann zu Fehlgeburten oder Missbildungen führen. Deswegen sollte grundsätzlich während der Schwangerschaft ein anderes Familienmitglied die Reinigung der Katzentoilette übernehmen.
Prävention: Das Tier sollte kein ein rohes Fleisch fressen. Die Gefahr einer Erkrankung ist bei Wohnungskatzen geringer, da sie sich nicht an Beutetieren anstecken können.
Symptome: Bei vielen Katzen tritt die Erkrankung äußerlich nicht in Erscheinung. Sie scheiden die Eier des Erregers zeitweise mit dem Kot aus. Bei der seltenen akuten Erkrankung leidet das Tier an Appetitlosigkeit, Fieber und Atemstörungen.
Übertragung: Diese erfolgt durch rohes Fleisch (speziell Schwein), Beutetiere und den vor allem von infizierten Jungkatzen abgesetzten Kot.

Zahnstein, Zahnfleischentzündung:
Zivilisationskrankheit
Zahnkrankheiten mehren sich bei Wohnungskatzen. In der Natur werden ihre Zähne durch Knorpel und Knochen der Beutetiere beim Beißen und Kauen beansprucht und geputzt. Fertigfutter und Zubereitungen können diese mechanischen Faktoren kaum ersetzen.
Generelle Symptome: Das Tier hat gerötetes Zahnfleisch, leidet an Parodonthose und Mundgeruch, sabbert, kaut einseitig, zieht das Nass- dem Trockenfutter vor.
Generelle Therapie: Hilfreich ist eine professionelle Zahnreinigung durch den Tierarzt unter Narkose. Zur Prävention gibt es im Zoofachhandel Katzenzahnbürsten und eine spezielle Katzenzahnpasta. Sie sollten die Katze behutsam und langsam an dieses neue tägliche Ritual gewöhnen. Alternativ können Sie auch Zahnpflegemittel zum Kauen (etwa Dr. Albrecht Denticur Kau-Rolls) verwenden.

Zahnstein: Dies ist harter, bräunlicher Zahnbelag. Häufig entsteht er bei älteren Katzen und ist rassebedingt.
Symptom: Das Tier hat üblen Mundgeruch. Die Erkrankung führt zur Zahnfleischentzündung.
Therapie: Eine ausgewogene Ernährung und Zahnpflege-Sticks (Whiskas Dentabits) verlangsamen die Zahnsteinbildung.

Zahnfleischentzündung: Sie ist eine Folge von Zahnstein, kann aber auch bei Infektionen (FeLV (siehe Punkt 7), Felines Immundeffizienz Virus) entstehen.
Symptome: Die Katze hat große Schmerzen beim Fressen, sie speichelt und hat Mundgeruch.

Impfungen für die Katze:
Wie beim Hund gilt auch hier, das nur gesunde, parasitenfreie Tiere geimpft werden können.

Grundimmunisierung:
Impfen gegen:
8. - 10. Lebenswoche
Katzenschnupfen und Panleukopenie
12. - 16. Lebenswoche
Tollwut
ab 9. Monat
Katzenleukämie
ab 16. Monat
Feline Infektiöse Peritomitid (FIP)

jährliches Aufrischen gegen:
Feline Infektiöse Peritomitid (FIP), Tollwut, Katzenschnupfen, Panleukopenie und Katzenleukämie